“Brett vorm Kopf” versus “Brettsperrholz im Kopf”

Dieses Bild ist vom Arch. John Flippo. Es war Gegenstand seines Handouts beim DERIX-Weiterbildungsseminar "Modernes Bauen mit Massivholz (X-LAM)" im April 2019 in Hamburg Harburg. Aufgeräumte Perspektiven beim Rohbau.

190724 · gkoe  | Gestern habe ich mit Freude ein gerade in Betrieb genommenes Werk für Brettsperrholz in Westerkappeln, unweit von Osnabrück verlassen. Der Kopf war voll mit neuen Eindrücken.

 

Wie bekannt betrachte ich eine meiner Aufgaben darin, Kompetenz-, Leistungs- und Synergieträger zu koordinieren um mit diesem Netzwerk höchste Qualität bei Planung, Herstellung, Umsetzung und Betrieb von Bauvorhaben zu garantieren. Mitglied in diesem strategisch angelegten Netzwerk ist die W. u. J. Derix GmbH & Co., ein traditionelles Unternehmen modernsten Holzleimbaus. Die Geschäftsführung lässt den Dialog auf Augenhöhe zu.  Goliath und David sind bereit, Zukunft gemeinsam zu gestalten.

 

Ich habe mir zum Ziel gesetzt, den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern ein wenig zu revolutionieren. Darstellbar ist der Prozess mit  sogenannten Brettsperrholzplatten, die eben im Werk dieser Derix-Gruppe  hergestellt werden.

 

Klar, dass bei derartigen Neuheiten erst einmal “Dicke Bretter” beim Konsumenten gebohrt werden müssen, zumal diese Technologien noch nicht einmal im vollen  Bewusstsein von  Ingenieuren und Architekten angekommen sind. Alle anderen Werkstoffe werden von den Kollegen “regel- und DIN-mäßig” bis zur Perfektion beherrscht und lassen kaum Raum  für Innovation. Es liegt wohl in unserer Natur,  Probleme zu wälzen, anstatt neue  Lösungen zu suchen, die sich mit  wirtschaftlich vertretbaren Mitteln zukunftssicher umsetzen lassen. Vorbehalte müssen aufgelöst werden. Holz brennt, ist nicht wetterresistent und geleimt war da noch was mit Formaldehyd. Bekannt ist, dass  Holz im Brandfall dauerhafter stabil ist als Stahl, es hunderte Jahre alte Fachwerkhäuser gibt, die den Bewohnern ein standfestes und dichtes Dach  über dem Kopf bieten und gesundheitliche Unbedenklichkeit des Klebstoffs wiederholt durch unabhängige Gutachten belegt wurde. Da gibt es eigentlich kein aber, oder? “Dat hebbtwi immer so mookt und mooktdatokwieter so”. Das ist ja auch einfach! Gerade beim Ansatz “Ist es einfach - mach es einfach” bieten sich beim Werkstoff Holz wesentliche Vorteile gegenüber mineralischen Werkstoffen. 

Mit dem Ziel, die Akzeptanz gegenüber Holz als Werkstoff im Bau zu steigern werde ich künftig jede Gelegenheit nutzen, um Ängste in Möglichkeiten zu wandeln und Impulse zu geben, gewohnte Pfade ggf. zu verlassen, um sich einfach neu auszurichten.

 

Also, wer nach Gesprächsstoff sucht, kann mich gerne auf dem Weg der organisch wachsenden Holzkompetenz begleiten. Der Baum steht ja auch nicht nach einem Semester. Gerade die Tatsache, dass der Werkstoff ständig nachwächst zieht bei systemischer Betrachtung einen gesellschaftlichen Wandlungsprozess nach sich. Ziehen wir uns warm an. Ach ja, warm machen kann man es sich mit dem Holz ja auch noch. Hierzu später noch einmal.

 

Zurück zum Thema: Brettsperrholzplatten (BSP), etwas moderner und kurz: X-LAM. Die Österreicher haben einen  Vorsprung in modernen Holzbauweisen. Gefühlt setzt Derix mit dem gerade in Betrieb genommenen Werk in Deutschland  zum Überholen an. Hier werden “überdimensionierte” Brettsperrholzplatten aus 2-4 cm dicken und   16 cm hohen Holzlamellen  gefertigt  und über Kreuz miteinander verbunden. Das Ergebnis ist durch statisch  hoch belastbare Holzplatten in Längen   von 16 m (in Worten: Sechzehn!), einer Höhe bis 3,50 m und Plattendicken von 6 - 40 cm (braucht vermutlich kein Mensch, gibt die Maschine aber her) gekennzeichnet. An diesen Abmessungen wird der Handlungsspielraum für meine Berufskollegen sehr deutlich. Es ist zu empfehlen, sich den ingenieurmäßigen oder gestalterischen Herausforderungen zu stellen. Nationale wie internationale  Beispiele lassen deutlich erkennen, dass Holzbau sich immer mehr durchsetzt und als wirtschaftliche, nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Bauverfahren zum Zuge kommt. Just in Time beim Hausbau wird möglich. Ein digital geplantes, gefertigtes und vorelementiertes Haus kann auf der Baustelle in kürzester Zeit errichtet werden. Beim “Richten” sind Zimmerleute gern gesehene Fachkräfte, die durch Monteure von Industriebauteilen untestützt werden können, sofern sie bereit sind, einen kleinen Abstand von ihrem traditionellen Handwerk zuzulassen. Nach meiner Auffassung ist das  “Fertigteilwerk auf der Baustelle” genau die Möglichkeit, das Leistungsangebot des Zimmermanns zu erweitern. Interessant wird es für die Nachfolgegewerke, die fix- und fertige Rohrleitungskanäle, Leitungstrassen aller Medien, Mauerdurchführungen und exakt fixierte Anschlusspunkte an den einzelnen Baugruppen vorfinden. Es wird spannend! Ich meine, es spricht überhaupt nichts dagegen: Qualität hoch, Preis runter! Preis runter muss nicht, kann aber. Mit X-LAM lässt sich die Bandbreite von Low-Budget- bis hin zur High-End-Budget-Version darstellen. 

 

Auf Möglichkeiten aller denkbaren Eigenleistungen - nach Erstellung eines X-LAM-Tragwerks im offenen Rohbau - möchte ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt einmal ausführlich eingehen. Hier ist die  Einfachheit des SMARTbauhaus-Systems darzustellen; denn eine Schraube bekommt ja wohl jeder in Boden-, Wand-, Decke- oder Dachkonstruktion gedreht. Genau dieser Sachverhalt wird uns künftig in die Lage versetzen, mit dem Konsumenten (besser Prosumenten) auf Augenhöhe, ernsthaft und überprüfbar über Wirtschaftlichkeit und Effizienz zu kommunizieren. Im Ergebnis kommt dabei Effektivität raus und  nicht Worthülsen wie: “Das rechnet sich nicht”. Effizienz mag ja messbare Werte wie Qualitäten, Zeit und Geld in Beziehung bringen und bestimmten Berufsgruppen  als Beurteilungskriterium dienen. Es steht allerdings die Überlegung an, ob nicht Effektivität das bessere Beurteilungskriterium für den Bauherrn ist, sein Ziel ohne große Widerstände zu erreichen. Ist es einfach - mach es einfach. Und vor diesem Hintergrund wird auch völlig eigennützig die Frage erlaubt sein “Was habe ich davon?”. Ich bin mir sicher, die Firma Derix steht uns bei der Beantwortung qualifiziert zur Seite. Und das schöne daran ist, dass man selbst den hochmotivierten Mitarbeiter an der Maschine dazu befragen kann. Spürbar ist ein gesundes Klima in diesem Betrieb. Ich bin  begeistert von Mensch, Material und Maschine. Derix versteht es auch die Berufsgruppen zu bedienen, auf die ich im Zusammenhang mit Effizienz abgehoben habe. Das Bankgebäude der Triodos Umweltbank in Driebergen Zeist/NL wurde komplett in Brettsperrholz hergestellt.   

 

Umwelt - genau das Stichwort hat noch gefehlt: Ebenso kann für Menschen mit schlechtem Gewissen gegenüber der Umwelt ein ökologischer Nutzen nachgewiesen werden, der die Dieselaffäre weltweit im Keim ersticken würde, wird nur noch mit Holz gebaut. Nachweislich sind in dem Konzepthaus des SMARTbauhaus-Systems “dasFunktionshaus” 5.774 kg CO2 für die Dauer der Nutzung eingeschlossen, die einem gegenwärtigen Abgasausstoß eines Mittelklassewagens von 48.261 km entsprechen. Und wird das Wohlfühlhaus nach der Nutzung nicht einer anderen Verwendung zugeführt und abgebaut, dann kann ein Haus vergleichbarer Größe fünf Jahre lang geheizt werden. Keinem wird es künftig gelingen, mir ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn ich mit meinem  mehr als 20 Jahre alten Diesel-PKW von Siggelkow nach Westerkappeln fahre. Im Gegenteil: Bei einer richtig aufgestellten Bedarfsplanung (und hier kann jederzeit der DIN 18 205 “Bedarfsplanung im Bauwesen” gefolgt werden), ehrlichen Gewichtung, persönlicher Verantwortungsübernahme, selbstständiger und eigenverantwortlich aufgestellten Nutzwertanalyse kommt Holz als Werkstoff heraus und bilden im Ergebnis regenerative Ökonomie ab. In Klartext habe ich schon eine ganze Menge wieder gutgemacht gemessen an dem, was ich der Umwelt in der  Vergangenheit angetan habe. Auch dazu später. Eines schon vorweg: Die Banken sind dazu angehalten, bei Holzhäusern eine Halbwertzeit von mindestens 80 Jahren anzusetzen.  Soll mir noch einmal jemand sagen, wir bauen keine Massivhäuser.

 

Hier einmal das Einfamilienhaus

 

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das bindende Preisrecht der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) zu Fall gebracht.

Jetzt aber

 

190704 · gkoe |  Aus dem Urteil ergibt sich nach meiner Auffassung eine systemische Verbraucherkonsequenz. Qualität hoch - Preis über die gesamte Bandbreite des Bauwesens runter. Der Qualität angepasste Honorare zu vergüten ist sicherlich der bessere Weg für den Verbraucher, der ja bekanntlich die Absicht hat zu sparen. Dabei gehören mit Sicherheit nicht alle “Verbraucher” (Konsumenten, Kunden und wie sie alle heissen) zu dem Klientel, dass geschützt, betreut oder reglementiert werden muss. Ein Großteil der Menschen haben das Gehirn auf “on” und machen Preise an der Qualität fest. Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn doch tatsächlich Menschen oder institutionelle Einrichtungen kennengelernt, die billig von dem Bedarf angepasster Qualität unterscheiden konnten. Alle haben “preiswert” an der Qualität, eben nicht am Preis festgemacht.

 

Nach diesem Honorar-Meilenstein*) in der EU-Rechtsprechung ist es  möglich, die HOAI auf den Kopf zu stellen. Das Konzept Qualitäten, Zeiten und Kosten führt sicherlich auch zu Maßnahmen, die notwendig erscheinen und mit  wirtschaftlich vertretbaren Mitteln in die Umsetzung zu bringen sind. Steht alles drin in der HOAI, wenn Individuen nicht geneigt sind, zuerst über die Honorartabellen in diese nunmehr zum Teil ungültige Verordnung einzufliegen und ihr Recht weiterhin aus diesem Zahlenwerk ableiten.  Sicherlich werden ab heute auch Kammern, Berufs- und Lobbyverbände verstärkt feststellen, dass Fördermittel und/oder Geld doch  tatsächlich als Mittel zum Zweck der Sicherung von Qualität dienen. Wie sagt der Volksmund: “So wird ein Schuh draus.”

 

Demnach wird künftig nicht nur die Funktion, sondern erst recht die Leistungsprüfung bei Architekten und Ingenieuren  Gradmesser der Erfolgskontrolle sein. Das gilt selbstverständlich auch für alle nachfolgenden Akteure der am Projekt Beteiligten. Mit den heute zur Verfügung stehenden Planungs- und Bauhilfen (Internet, BIM, parametrisch assoziative Planung, digitales planen und bauen, erst digital - dann real, Algorithm Aided Design) kommen WIR -  gemeint ist die Gesellschaft, also auch der mündige Verbraucher - schon sehr dicht an die Auflösung der Komplexität im Bauwesen und an ein optimales Gleichgewicht zwischen Leistung und Preis. Und bitte genau in dieser Reihenfolge! 

 

Und bei Bruttobaukosten in Höhe von 297.500 bei einem einfachen Einfamilienhaus an einen Mindest-Honoraranspruch über alle Leistungsphasen der HOAI in Höhe von 29.028,30 € gebunden zu sein, hat schon  manchen “Verbraucher” zurückschrecken lassen. Zugeben ist ja “einfach” gar “nicht so einfach”, wenn neben dem  Ingenieurwesen noch Fachbereiche wie Rechts-, Kammer-, Finanz-, Wirtschafts- und Steuerwesen qualifiziert bedient werden müssen. Dafür gibt es  ja Berater mit eigenen Gebühren- und Beitragsordnungen. Demnach muss viel mehr beraten und weniger gebaut werden. Oder? Lenken wir die Orientierung mehr in Richtung Ausland; auch außereuropäisches Ausland. Hier ist garantiert  noch weiteres Optimierungspotential auszumachen, das unserer Gesellschaft gut tut würde. Wenn es dann einmal darauf ankäme.

 

Im Ernst: Ich stehe hinter dem Urteil und bin dem “Verbraucher” das Wert, was ich ihm nachweislich, also messbar als Vorteil darstellen kann. In dem Sinne:  Qualität hoch - Preis runter. Eine spannende Geschichte  wurde in diesem Zusammenhang schon geschrieben. Es ging um den Einkauf einer Portalfräse 1330. Ausschreibungsergebnis in DE 80 - 120 T€, freihändige (-willige) Vergabe in NL 24.840 € frei Einbauort, einschließlich Einweisung des Bedienungspersonals. Ich versichere ausdrücklich und nachweisbar: Die Qualität ist vergleichbar! Wird fortgeschrieben. 

 

Aktuell suche ich nach einer einzigen Antwort auf die Frage "Wie kann ich meinen Vorteil bei der Zahlung von weiteren Pflichtbeiträgen in Trägerschaften öffentlichen Rechts und Versprechungen der (Partei-)Politik für mich messbar machen?". Die  Frage stellt sich vor dem Hintergrund, warum nicht heute schon klare Rückfallebenen von Entscheidungsträgern aufgezeigt werden.  Nach meinem Beitrag "190329 · gkoe |  Ist die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure ab Mitte 2019 nur noch Schnee von gestern?" war nichts zu hören! 

 

Gert Köhler in seiner Eigenschaft als "Beratender Ingenieur" und "Verbraucher".

 

 

*) Synergetisch Baupreis-Meilenstein

 

 

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STECKBRIEF |1 dasFunktionshaus

Ein Holzhaus in diffusionsoffener Holzrahmenbauweise

 

190618 · gkoe  |  dasFunktionshaus wurde an der Schnittstelle zweier Metropolregionen realisiert. Es zeichnet sich durch ausserordentlich geringe Betriebskosten aus. Grund genug, dass nicht die Funktionsprüfung sondern die Leistungsprüfung Gradmesser der Erfolgskontrolle ist. Der Standort befindet sich in Siggelkow, 10 km von der A24, Anschlussstelle S 16 entfernt und ist in weniger als 1:30h von Berlin oder Hamburg zu erreichen. 

 

Besonderheiten sind, dass das Haus auf sogenannten Schraubfundamenten gegründet wurde, eine horizontale Holz-Boden-Bohlen-Platte - analog zu den Außenwänden - hergestellt; also nicht 1 cm³ Beton verarbeitet. Fundamentbalken aus recyceltem Kunststoff wurden so an die Flansche geschraubt, dass ein Abheben des aufgeständerten Holzrahmens durch Windsog vermieden wird. Trotz Funktionsnachweis über eine hygrothermische Simulation wurde der erdberührte Fundamentbalken als austauschbares Bauteil in jeweiligen Einzellängen von 2,50 m ausgeführt. Drei von den vier Außenwänden sind in sogenannter Balloon-Frame-Construction hergestellt, die es vom Fundament bis zur Attika erlaubt, wärmebrückenfrei aufgestellt werden zu können. Innenräume wurden durch schwebende Wände gebildet, dass diese (mit geringem baulichem Aufwand) bedarfsgerecht sich verändernden Gewohnheiten angepasst werden können; Leitungen jederzeit nachgezogen werden können.

 

Der "Steckbrief |1 dasFunktionshaus" fasst wesentliche Eckdaten zum Funktionshaus zusammen

 

Weitere Einzelheiten sind hier nachzulesen

 

 

 

Ist die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure ab Mitte 2019 nur noch Schnee von gestern?

Meilenstein der  HOAI, Donnerstag, den 28. Februar 2019 

 

190329 · gkoe |   EuGH-Generalanwalt Szpunar bringt  in seinen Schlussanträgen im Vertragsverletzungsklageverfahren  gegen Deutschland zum Ausdruck, dass Mindest- und Höchstsätze der Honorar- und Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) unvereinbar mit EU-Recht seien. Er unterstellt eine nicht gegebene Wettbewerbsfreiheit bei Planungsleistungen. Frei verhandelbare Honorare für Planungen sind in Deutschland aufgrund verbindlicher Honorarsätze gegenwärtig nicht möglich. Sollte der EuGH den Ausführungen des Generalanwalts folgen, befürchten Kammerexperten große Nachteile. Nachteile vor allem für die Verbraucher. 

 

 

Das Ergebnis vorweg

 

Wird der Honorarvergütungsanspruch  für Ingenieurleistungen im Wettbewerb festgestellt, ist zu befürchten, dass kleine und mittlere Büros auf der Strecke bleiben. Diesen fehlt es in der Regel an Kompensationsmasse. Großräumig, überregional und international agierende “Ingenieurfabriken” ist es eher möglich, Gewinne & Verluste bei größeren Umsätzen relativieren. Bekanntlich macht´s die Masse, in der man Geld rotieren lassen kann. Bei kleineren Büros sehe ich künftig Gefährdung der Subsistenz, wenn Mindestsätze der HOAI unterschritten werden, da öffentliche Ver- und Entsorgungsträger sowie weiterer, institutioneller Einrichtungen Kosten erfahrungsgemäß dauerhaft nach oben treiben.

 

Kosten für Raum- und Bürokosten, Beiträge zu Haftpflichtversicherungen, Kammern, Berufsgenossenschaften, Sicherung der Mobilität, Energie- und Weiterbildungskosten sowie und Personalkosten und allen vorweg die Akquisitionskosten machen schon heute bereits den Großteil des Honorarumsatzes aus. Sie werden auch dann nicht weniger, wenn Honoraransprüche dem freien Wettbewerb ausgesetzt sind. Inwieweit die Qualität der Ingenieurleistungen bei frei vereinbarten Honoraren ebenfalls sinkt, wird die Zukunft zeigen, sollte die HOAI ab Mitte des Jahres “Schnee von  gestern” sein. 

 

Folgt der Gerichtshof dem Generalanwalt und fällt das Urteil zu Gunsten der EU-Kommission als Klägerin gegenüber Deutschland, dann muss wohl ein jeder Ingenieur neue Wege auf Erwerb ausgelegten Handelns erschließen, um mit wirtschaftlich vertretbaren  Einnahmen über die Runden zu kommen. Das zu erwartende Urteil entspricht jedenfalls nicht meiner Erwartungshaltung, die ich als Steuerzahler in die Bundesregierung und darüber hinaus als Beitragspflichtiger in das Ingenieurkammerwesen bisher eingebracht habe. Ich bin gespannt, was den eben genannten Einrichtungen einfällt, einen Motivationsschub für kleine und mittlere Büros auszulösen. Das Vertrauen ins System bröckelt und veranlasst mich, unternehmerisch zu handeln.

 

 

Projektbezogene Zweckgemeinschaft auf Zeit

 

Genug der Polemik. Hier ein Strategieimpuls, der ab sofort dynamisch fortgeschrieben wird: Bilden Bauherr und Ingenieur eine projektbezogene Zweckgemeinschaft auf Zeit, nehmen Aufgaben entsprechend Ihrer Kompetenzen wahr und hierfür jeder auch die Eigenverantwortung, dann können künftig freiwillige Vereinbarungen getroffen werden, die ebenso Zielführend sind, wie althergebrachte Projektabwicklungen auf Basis der HOAI. Beratungsleistungen sind in der HOAI nicht verbindlich geregelt. Mit Bauprodukten harmonisierte, systemische Beratungs-, Planungs-, Ausführungs- und Controllingsleistungen können künftig Garant für den Verbraucher sein, Bauvorhaben in einer den Anforderungen angepassten Qualität, in vorbestimmter Bauzeit zu angemessenen Preisen umzusetzen. Wird nicht nicht (nur) die Funktionsprüfung, sondern die Leistungsprüfung vereinbart und Gradmesser der Erfolgskontrolle sein, können alle am Projekt Beteiligten zufrieden auf die Abwicklung eines Vorhabens zurückblicken. Moderne Hilfsmittel stehen in ausreichender Menge zur Verfügung, die Kollaboration aller am Projekt Beteiligter zulassen. Findet Kommunikation auf Augenhöhe statt, wird deutlich, dass der Nutzen des Verbrauchers im Zentrum der Überlegungen steht und administrative Strukturen abgeflacht werden können.

 

 

Weiterführende Informationen

Link

Norddeutsche Holzbautage „Holzbau im Detail“ · 25. und 26. April 2019 in Wismar

 

Die Norddeutschen Holzbautage zeigen die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz. Der Fokus wird nicht nur auf die besonderen gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten bei der Verwendung von Holz gelegt, sondern insbesondere auch auf die Aspekte der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken.

 

Die zweitägige Veranstaltung richtet sich an Architekten, Planer, Ingenieure, Mitarbeiter von holzverarbeiteten Unternehmen, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen, Baubetriebe, Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen.

 

Link

 

Ausgerechnet HOLZ im Bauwesen | HOLZ im Bauwesen · ausgerechnet

 

Ausgerechnet HOLZ im Bauwesen

 

190123 · gkoe | Zukunft braucht Vergangenheit. Alte Fachwerkhäuser überzeugen seit mehr als 400 Jahren von der Funktion bei Tragwerken aus Holz. Aktuell kommt langsam auch in der Zivilgesellschaft das Bewußtsein hoch, dass Althergebrachtes eben nicht immer und auf der ganzen Linie durch Neues abgelöst werden muss. Ganz im Gegenteil. Eigenschaften wie Leichtigkeit und Stabilität lassen nach dem heutigen Stand der Maschinentechnik in Forst- und Holzwirtschaft Möglichkeiten zu, Holz in jeder beliebigen Geometrie zu be- und verarbeiten. Das kann im Werk und/oder auf der Baustelle passieren. Vorelementierung von Baukomponenten sind hier ebenso zu erwähnen, wie der ausgesprochen hohe Anteil möglicher Eigenleistung bei der Umsetzung von Holzbauvorhaben. Physische Aspekte, die sich aus Geschossigkeit, Dachform, Wand- und Fassadengestaltung ableiten, können in jedem beliebigen Design ausgebildet werden. Egal, ob auf dem platten Land oder in urbanen Räumen, der Holzbau schafft Freiraum für Schönheit und schöpferische Kraft. Auch in den  Regionen zwischen den skandinavischen Ländern und unseren südlichen Bundesländern werden nachwachsende Rohstoffe zunehmend in Form von Holzhäusern immer häufiger sichtbar. Holzbau in Norddeutschland zu verdichten, ist erklärtes Ziel des Verfassers, aktiver Mitgestalter der Charta für Holz 2.0, hier als gelernter Zimmermann und  aus systemischer Sicht des Beratenden + Bauvolageberechtigten Ingenieurs.

 

Moderne, digitale  Planungs- und Baumethoden lassen den Erfolg ressourcenschonenden Bauens mit Holz schon heute zu. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Bericht “Treibhausgasbilanzierung von Holzgebäuden - Umsetzung neuer Anforderungen an Ökobilanzen und Ermittlung empirischer Substitutionsfaktoren (THG-Holzbau)“. Diese Studie belegt erhebliches Potential zum Schutz des Klimas und Einsparung endlicher Ressourcen beim Bauen mit Holz. Ein exzellentes Papier, das künftigen Bauherr:inn:en (kurz: Bauherren) die Angst vor dem Werkstoff Holz  nimmt und die Akzeptanz bei Umsetzung von neuen Vorhaben in Holz fördert. Für Bauwillige von Ein- bzw. Zweifamilienhäusern (E-ZFH) wurde im Folgenden der Filter auf wesentliche Grundlagen der 153 Seiten gelegt, aus denen erhebliche Nutzwerte nicht nur für die Natur, sondern für den Bauherrn und Betreiber der Wohneinheit nachgewiesen werden:

 

 

HOLZ im Bauwesen · ausgerechnet

 

In Deutschland ist der Bausektor einer der rohstoffintensivsten Wirtschaftsbereiche. 90% aller verwendeten mineralischen Rohstoffe werden zur Herstellung von Baustoffen und -produkten eingesetzt. Damit hat der Bausektor einen bedeutenden Anteil am Endenergiebedarf und die durch ihn entstehenden CO2-Emissionen. 

 

Mehr Holz im Bausektor hat daher klimapolitisch großes Potenzial: Laut erwähnter Studie entstehen 35 bis 56% weniger Treibhausgas-Emissionen, wenn ein E-ZFH aus Holz statt aus mineralischen Rohstoffen gebaut wird. Das Zahlenwerk leitet sich aus der Konstruktion, also dem statisch  erforderlichen Tragwerk ab. Beim Ausbau eines Hauses muss im Zuge eines Lebenszyklusses häufiger Material ausgetauscht  werden, als beim Tragwerk selbst. Betrachtet man den Ausbau, wie z.B. Bodenbeläge, Fenster, Türen und ein mögliche Fassadenbekleidung in Holz können weitere 10 bis 25% Einsparungen an Emissionen gegenüber mineralischen Bauteilen dargestellt werden. Ein  Grund mehr, den Werkstoff Holz auch im Ausbau einzusetzen. Werden Holzprodukte im  Ausbau vor dem Hintergrund der Enkelkindtauglichkeit eingesetzt, kann der ökologische Fußabdruck noch weiter verkleinert werden.

 

 

INFOBOX

 

190123 gkoe | In Summe wird somit ein nennenswerter Kohlenstoffspeicher aufgebaut, der einer Wiederverwendung und/oder Mehrfachnutzung dient. Demnach braucht sich der Holzhaus-Bauherr auch kein schlechtes Gewissen in Bezug auf “sein” Holz einreden zu lassen. Es wachsen immerhin 3,86m³ in der Sekunde in Deutschland nach. Bedeutet ein EFH in 2 Sekunden. Auch leistet der Bauherr mit seinem  Wertstoffspeicher,  der im Zuge zunehmenden  Alters an Mehrwert gewinnt, einen messbaren gesellschaftlichen Beitrag zur Minimierung des ökologischen Fußabdrucks. Dieser wird auf seinem Grundstück obendrein deutlich sichtbar sein. Das schafft Vertrauen im Wohnumfeld. Und wenn nach dem Lebenszyklus nichts mehr geht, kann die im Holz steckende Energie ohne großen Aufwand in Wärme umgewandelt  werden. Abgesehen davon, dass auch bei der Herstellung monetäres Einsparungspotential - insbesondere und in erheblicher Höhe durch mögliche Eigenleistung -  nachweisen läßt, verfügt der Holzhausbesitzer über ein  Sparbuch mit allerbester “Verzinsung”. Ein Modell, wo Einsparung an Bedeutung gewinnt. Die Zukunft liegt im Einsparen, nicht im Ausgeben.

 

 

In der Studie  wurde das gesamte  Gebäude inklusive der technischen Anlagen, fixen Einbauten, Außenbekleidung der Außenwände mit mineralischen Pendant verglichen und daraus ein Substitutionsfaktor berechnet, der sich in den zuvor genannten Prozentwerten niederschlägt. Die Systemgrenze wurde nach unten mit einer Fundamentbodenplatte festgelegt. Als Grund wurde genannt, dass Sohlplatten in der Regel ausschließlich in Stahlbetonbauweise hergestellt wurden. Der Verfasser wird sich im Folgenden erlauben, diese Regel zu relativieren:

 

Durchaus marktreife Flachgründungen im Hochbau zur Ausbildung der Bodenplatte, beispielsweise erdberührte Holz-Boden-Bohlen-Platten oder Fußbodenaufbau ohne Betonplatte auf Glasschaumglasschotter fanden in dieser Studie noch keine Beachtung. Der Nachweis der Machbarkeit und Funktion wurde in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren mehrfach erbracht und die Funktion belegt. Neben der technischen Möglichkeit sind gerade diese Lösungen im Wettbewerb zur klassischen Betonsohle preiswert darstellbar und zukunftsfähig. Ebenso bieten Schraubfundamente Möglichkeiten von Gründungen ohne Beton.

 

Der bundesweit hohe Wohnungsbedarf bedarf technischer Lösungen, die mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln zu realisieren sind. In  der Studie wird festgestellt, dass das größte Potential im Bereich EZFH liegt, da hier die Einsparpotentiale am höchsten sind und mengenmäßig noch die größte Neubautätigkeit zu erwarten ist. Ein Grund Forschung + Entwickung in Richtung erdberührter Hölzer für Flachgründungen  zu lenken, um diese Ebene zielgerichtet mit  in die Umweltbilanzen einfliessen zu lassen. 

 

Ganz besonders gefreut hat den Verfasser, dass eine Lanze für Innovateure, Querdenker und persönliche Risikoübernehmer gebrochen wurden. Hier sei es erlaubt, direkt zu zitieren:

 

 

Normen bieten eine einheitliche Bemessungs- und Anforderungsgrundlage für Produkte und Verfahren, die den Einsatz und die Anwendung in der Praxis für die Planer deutlich vereinfachen. 

 

Fehlen dem Planer Angaben innerhalb von Normen, führt dies zu einer Unsicherheit bzgl. der Notwendigkeit einer zusätzlichen Nachweisführung und somit zu einer schlechten Anwendbarkeit bestimmter Produkte und Konstruktionen sowie einer schlechteren Wettbewerbsfähigkeit. 

 

Diese Problematik ist im Allgemeinen werkstoffübergreifend. Jedoch kommen im Bereich des Holzbaus eine Vielzahl neuer Bauprodukte und technischer Erneuerungen hinzu, welche die Spiegelung des Standes der Technik innerhalb der Normung umso wichtiger machen. Innerhalb des Eurocode 5 (2012), Bemessung und Konstruktion von Holzbauten fehlen Bemessungsregeln insbesondere für Verstärkungen, Brettsperrholz und Holz-Beton-Verbundkonstruktionen.

 

Um bis zu einer Revision der Eurocodes dennoch ihre Produkte marktgerecht anbieten zu können, versuchen die Firmen durch eigene Zulassungen und Bemessungsangaben die Verwendung zu erleichtern; schaffen hierdurch jedoch eine große Variabilität innerhalb der Holzbaubranche und eine produktgebundene Bemessung. Weiterhin sind in vielen Bereichen des Holzbaus - z.B. im Bereich des Brandschutzes - stets technische Lösungen gefragt, welche in die Normung mit aufzunehmen sind, um den Einsatz von Holzkonstruktionen zu erleichtern und die Erfordernis von Verwendbarkeitsnachweisen zu verhindern.

 

 

Gerade die große Variabilität des Werkstoffes Holz bietet Möglichkeiten, den “Erweiterten Stand der Technik”   zu forcieren. Hier kann und wird die Holzbaubranche mit Ihrer geballten Kompetenz dem Regelwerk immer ein Stück voraus sein und Zukunft schreiben.  In  diesem Sinne: Wer nicht innoviert - verliert. 

 

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Ingenieur Ihres Vertrauens oder besuchen Sie ihn in seinem Konzepthaus, Slater Weg 5a, 19376  Siggelkow,

dass das Jahr über zu jeder Tages- und Nachtzeit nur Wohlgefühl vermittelt.

 

 

Verfasser: Gert Köhler

 

 

Mitglied im Landesbeirat Holz - Mecklenburg Vorpommern

 

 

Aktiver Mitgestalter im Prozess CHARTA FÜR HOLZ 2.0 | Klima · Werte· Ressourcen

 

 

 

Quellen:

Hafner A.; Rüter S.; Ebert S.; Schäfer S.; König, H.; Cristofaro L.; Diederichs; S.; Kleinhenz, M.; Krechel, M. (2017): Treibhausgasbilanzierung von Holzgebäuden - Umsetzung neuer Anforderungen an Ökobilanzen und Ermittlung empirischer Substitutionsfaktoren (THG-Holzbau). 148 S. Forschungsprojekt: 28W-B-3-054-01 Waldklimafonds. BMEL/BMUB. ISBN: 978-3-00-055101-7 

 

Auszüge aus der Rede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner "Bauen mit Holz ist angewandter Klimaschutz! Bauen mit Holz ist die Zukunft!" anlässlich des Bundeswettbewerbs "HolzbauPlus"

Berlin, den 22. Januar 2019

 

Eigene Quellen aus dem Fundus der Bibliothek PRAXISWISSEN einfacherbauen

 

Mit HOLZbau(t)en einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten

181206, 11:00h | Die deutsche Bauwirtschaft verursacht etwa 40% der gesamt deutsch CO2 Emission.

Würde das gesamte deutsche Bauprogramm umgestellt auf Holzbau, blieben davon noch 0,2 -0,4% übrig und Holz wäre dafür auch genügend da.

 

Sicherlich ist nicht jeder Bau, der heute in Stahlbeton und Mauerwerk errichtet wird, in Holz umsetzbar, aber ein Großteil. Realistisch sind 50%. Das ergäbe eine CO2 Ersparnis von 15-20% der deutschen Gesamtemission, was deutlich mehr ist als mit den meisten anderen technischen Maßnahmen, wie z.B. Umstellung der Mobilität.

 

Dazu braucht es ein Bekenntnis zum Holzbau und eine Bewertung der Gebäude nach deren tatsächlichen CO2 Emission. Ein durchschnittliches Holzgebäude wäre dann der Standard, eine Abweichung nach oben müsste Gebührenpflichtig sein und mit diesen Einnahmen sollten zusätzliche Verbesserungen des ökologischen Baustandds bezuschußt werden, als da wären Solarnutzung, Regen- und Grauwassernutzung, usw.

 

Diese Möglichkeit durch Holzbau, direkt und sehr effektiv CO2 einzusparen ist noch dazu kostenneutral und das, obwohl man auf gleicher Grundfläche, durch die schlankere Konstruktion etwa 12% mehr Nutzfläche erhält sowie ein besseres Raumklima. 

 

Hier tritt der sehr seltene Fall ein, dass wir richtig viel CO2 einsparen können und mit gutem Gewissen auch noch für das gleiche Geld mehr Leistung und Komfort bekommen. 

 

Verfasser: Torsten Rutsch 

rutsch-rutsch.de

Gesundheitliche Interaktion von Holz – Mensch – Raum

181204, 21:00h | INFORMATIONSDIENST HOLZ fasst in der hier zum Download bereitstehenden Broschüre "Gesundheitliche Interaktion von Holz – Mensch – Raum" Ergebnisse einer Metastudie der TU München in Kooperation mit PROHOLZ Bayern kurz zusammen. Für den Otto-Normal-Verbraucher verständlich beschrieben und illustriert sind erste Erkenntnisse der Auswirkungen von Holz und Holzwerkstoffen auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und auf die Leistungsfähigkeit des Menschen.

 

Empfehlung: Unbedingt lesen.

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BRANDAKTUELLES     »fri:dom« am Bestimmungsport

181018, 15:00h | Speziell für die Top-Cellistin Ashley Bathgate komponierte Michael Gordon sein neues Werk House Music, das nur für gemütliche Räume, wie zum Beispiel ein Wohnzimmer, gedacht ist.

 

Gordon: "Ich gehe zurück zu den Tagen, als Radio, Stadionkonzerte und CDs noch nicht existierten. Musik war etwas, das man in einer gemütlichen Atmosphäre genießen konnte. Bathgate führt das Stück viermal für ihr Publikum in der gemütlichen Atmosphäre des "Tiny Cello House" auf der Terrasse des Muziekgebouw auf.

fri:dom 2-Raumhaus, NF 45m², 1,5G, B=3,50, H=2x3,50, L= 8,50m, semimobil

©2018-277 mindful homes, Typ fri:dom; Bernhard Hörl

HolzLEICHTbau-Kasten für jung + alt

zum Bauen von Tragwerken für diffusionsoffene Holzhäuser

mindful homes · achtsame Häuser 

fri:dom, das smarte (Selbst-)Bauhaus mit steckbaren HolzLEICHTbau-Profilen

 

 

fri:dom ist nachhaltiger Hausbau direkt aus dem Computer. Im ersten Schritt wird neben Längen x Breiten x Höhen auch nach Qualitäten, erforderlichen Ressourcen, Zeiten und Kosten geplant. Weiterhin werden Nachhaltigkeit und spätere  Bewirtschaftung mit in die grundsätzlichen Überlegungen einbezogen. Demnach leiten wir bereits in der Konzeptphase vom "digitalen planen und bauen" die Prozessoptimierung in 7 Dimensionen ein. Danach werden Einzelbauteile maschinell und 10-tel-Millimetergenau aus soliden Holzwerkstoffplatten gefräst. Das intelligente Holzleichtbausystem setzt gegenüber traditionellen Fachwerkbauten und moderneren Holzrahmenbaukonstruktionen zum Überholen an. An kleinen Stegen verankerte Einzelbauteile können leicht aus den 1.250 x 2.800mm großen Mutterplatten, die 18mm dick sind, herausgelöst und in das System Haus eingebunden werden. Die Mutterplatten der technischen Klasse OSB4-TOP können auf der Baustelle mit einem Gummihammer zusammenfügt ergeben werden und ergeben ein formstabiles, hochbelastbares Tragwerk. Mit dünnen Drahtstiften von innen angeheftete Mutterplatten bringen die aussteifende Wirkung in das statische System ein.

 

Dabei ist fri:dom prinzipiell nicht an bestimmte Abmessungen gebunden.

 

Der dynamische Holzbaukasten für jung und alt lässt den Bau freistehender Gebäude mit einer Höhe bis zu 7 m mit ein oder zwei Nutzungseinheiten von insgesamt bis zu 400m² oder freistehende land- oder forstwirtschaftlich genutzte Gebäude.  Die Landesbauordnungen beschreiben diese in der Regel mit der Gebäudeklasse 1.

 

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass die mit formaldehydfreiem Leim, in Wismar  hergestellten Holzwerkstoffplatten, der EU-Emissionsklasse 1 entsprechen. Grenzwerte zur Formaldehyd-Emission werden weit unterschritten und dauerhaft garantiert.

 

Unter Mitwirkung berufener Mitgestalter sind kürzeste Planungs- und Bauzeiten möglich. Alle am Projekt Beteiligten werden mit Webcam, Cloud und Team Software über einen Projekt-Leader koordiniert. Das System Haus kann in Eigenleistung gerichtet werden, ist restlos rückbaubar,  da mit Fundamentschrauben und völlig ohne Beton gearbeitet wird. Ist kein firmengebundenes Personal auf Ihrer Baustelle, können Sie Ihre Helfer problemlos bei der BG Bau - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft versichern. Hier sind die Inhaber einer Baugenehmigung ohnehin automatisch versichert. Trotz modernster Bauweisen sind erfahrene Zimmerleute sehr gerne auf der Baustelle gesehen.

 

Anpassungen oder Umnutzungen durch sich ändernde Lebensbedingungen sind jederzeit möglich. Das kleinste Modulmaß von  62,5mm (ja, Millimeter!) läßt neben ortsgebundenen auch mobile und/oder transportable Hausbaulösungen zu.

 

So entstehen bezahlbare und gesunde Lebensräume. Mit diesen einfachen System-Baulösungen wollen die Innovatoren Hörl und Köhler Zukunft schreiben, enkelkindtaugliche Lebensräume für Menschen schaffen, die ihren persönlichen Mehrwert aus einfachsten Baulösungen schöpfen.

 

Bei Betrachtung aller technischen Möglichkeiten lässt sich die fri:dom Grundversion zu erschwinglichen Baupreisen herstellen, dauerhaft und wirtschaftlich betreiben. Steigt der Anteil an Eigenleistung, fällt der Preis.

 

Ganz nach Wunsch der Bauherr-inn-en.